5 interessante Fakten über Nacktschnecken
Hast du beimTauchen schon einmal eine Nacktschnecke gesehen?
Nacktschnecken sind eine Gruppe von weichhäutigen, im Meer lebenden Schnecken. Einige sind für ihre außergewöhnlichen Farben und auffälligen Formen bekannt und haben entsprechend lustige Spitznamen erhalten, wie zum Beispiel „Meeresgöttin“, „Prächtige“, „Drache“, „Gemalte“ oder „Tänzerin“, um nur einige zu nennen. Derzeit sind etwa 3.000 gültige Nacktschneckenarten bekannt. Viele Schnecken besitzen ein Haus. Nacktschnecken haben im Larvenstadium ein Haus, das jedoch im Erwachsenenstadium verschwindet.
Hier sind 5 interessante Fakten über „Nudis“, damit ihr euch schon darauf freuen könnt, bei eurem nächsten Tauchgang einen zu entdecken!
Nacktschnecken verlieren ihre rudimentäre Schale während einer Larvenphase. Um sich zu schützen, setzen sie auf Giftstoffe oder unangenehm schmeckende Chemikalien, auf die sie durch äußerst leuchtende Farben aufmerksam machen.
2. Ein Paar Tentakel, die sogenannten Rhinophoren, am Kopf des Nacktschneckens verfügen über Geruchsrezeptoren, mit denen der Nacktschnecken seine Beute oder andere Nacktschnecken wittern kann. Da die Rhinophoren hervorstehen und somit eine Beute für hungrige Fische darstellen können, sind die meisten Nacktschnecken in der Lage, die Rhinophoren einzuziehen und sie in einer Hauttasche zu verstecken, sobald sie Gefahr wittern.
3. Nacktschnecken sind Zwitter. Da sie sich sehr langsam fortbewegen, müssen sie jederzeit zur Fortpflanzung bereit sein, wenn sie einer anderen Nacktschnecke begegnen – ganz gleich, ob es sich dabei um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. Dies macht den Fortpflanzungsprozess für Nacktschnecken sehr praktisch.
4. Es gibt bestimmte Arten von saugenden Nacktschnecken (oder Sacoglossa), die durch den Verzehr von algenreichen Korallen Sonnenenergie erzeugen. Nacktschnecken nehmen die Chloroplasten der Algen auf und betreiben Photosynthese. Die dabei entstehenden Nährstoffe helfen den Nacktschnecken, zu überleben und sich über mehrere Monate hinweg mit der benötigten Energie zu versorgen.
5. Die meisten Nacktschnecken ernähren sich mithilfe einer Radula, einer gezahnten Struktur, die mit einer Zunge verglichen werden kann; damit kratzen sie ihre Nahrung von den Felsen ab, an denen sie haften; manche saugen ihre Beute aus, nachdem sie deren Gewebe mit ausgewählten Enzymen vorverdaut haben. Da sie Fleischfresser sind, gehören zu ihrer Beute Schwämme, Korallen, Anemonen, Hydroiden, Seepocken, Fischeier, Meeresschnecken und andere Nacktschnecken. Nacktschnecken sind wählerische Fresser – einzelne Arten oder Familien von Nacktschnecken ernähren sich möglicherweise nur von einer einzigen Beuteart. Ihre leuchtenden Farben beziehen Nacktschnecken aus ihrer Nahrung. Diese Farben dienen möglicherweise der Tarnung oder sollen Fressfeinde vor dem darin enthaltenen Gift warnen.